17.09.2019 – Congrats to Sir Stirling Moss, who celebrates his 90th birthday today! All the best from our club, and thanks for having you here at Solitude!

Photo: Sir Stirling Moss at Solitude Revival, 2008

Auf der Solitude trafen sich alljährlich die Stars der Formel 1 und Formel 2. Nicht weniger als 24 Formel-Rennwagen waren deshalb auch 2019 beim Solitude Revival mit dabei. Mit am Start Arturo Merzario, der 1976 am Nürburgring Niki Lauda das Leben gerettet hat. Hier am Steuer eines der beiden Ferrari Typ 156 Sharknose.

Foto: Alyssa Herrmann

Sonderlauf für Herbert Linge: Unser Gründungs- und Ehrenmitglied war der erste Lehrling bei Porsche, dort später Werksfahrer, und erzielte unglaubliche 90 Klassensiege und sechs internationale Rekorde. Ebenso war Herbert Linge Gründer der ONS-Sicherheitsstaffel. Hier ein Bild vom Sonderlauf am letzten Wochenende: Ein Porsche 718 RS 60 Spyder auf der Start- und Zielgeraden.

Foto: Porsche AG

Video: Regio TV, 23.07.2019

22.07.2019 – Schön wars. Sehr schön sogar. Vor allem das Wetter am Wochenende. Nein: Vor allem die Fahrzeuge auf der Strecke. Unter anderem mehr als 40 Renngespanne. Darunter nicht nur BMW, sondern auch Triumph und Norton, BSA und Horex. Hier zwei Bilder aus der Hedersbachkurve.

Fotos: Marvin Just

21.07.2019 – Wir sind begeistert von dem, was an diesem Wochenende auf der Solitude geboten wurde. Ganz herzlich bedanken möchten wir uns bei den Sponsoren und bei allen Teilnehmern, die mit ihren historischen Fahrzeugen auf der Strecke waren. Bei den Besucherinnen und Besuchern, die hier für eine einzigartige Atmosphäre gesorgt haben. Und nicht zuletzt bei allen Helferinnen und Helfern, ohne die diese Veranstaltung niemals möglich gewesen wäre.

20.07.2019 – Nach den letzten Runden der historischen Fahrzeuge auf der Solitude den Klang der Motoren noch im Ohr. Dann geht es heute Abend sofort weiter: Ab 19 Uhr spielt John Noville beim Solitude Revival. Wer den auf Barbados geborenen Vollblutmusiker auf der Bühne erlebt, ist sofort begeistert und angesteckt von der Power, die in seiner Musik steckt. Heiße Rhythmen mit melodischem Gesang, mit Reggae, Soul und karibischen Klängen: John Noville versteht es, sein Publikum mitzureißen und in Stimmung zu bringen.

Live dabei und mittendrin – auf der Strecke von damals mit den Fahrzeugen von damals. Eine Rennstrecke im Original wie vor mehr als 50 Jahren ist heute kaum noch irgendwo auf der Welt zu finden – nur einer der Gründe, weshalb die Startplätze beim Solitude Revival so begehrt sind.

30 von deutlich mehr als 400 guten Gründen sehen Sie in der Slideshow. Zum Vergleich: Beim Solitude Revival waren bereits rund 300 Fahrzeuge auf der Strecke. Dieses Jahr werden es rund 430 Fahrzeuge sein.

Das Fahren auf der 11,7 km langen historischen Naturrennstrecke bietet den Besitzern historischer Rennfahrzeuge die außergewöhnliche Gelegenheit, ihre Fahrzeuge auf dem Asphalt unter Gleichgesinnten und vor großem Publikum zu präsentieren.

Jede Kurve wird zu einem Erlebnis, und man bekommt ein Gefühl dafür, wie es wohl war, als Jim Clark oder John Surtees vor mehr als 50 Jahren hier ihre Runden drehten.

Auch wenn beim Solitude Revival keine Rennen mehr gefahren werden, sondern die Fahrer ihre Fahrzeuge den Zuschauern präsentieren, wird alleine die Fahrt auf dem historischen Rundkurs bei Fahrern und Zuschauern wieder Gänsehaut erzeugen.

Heimspiel für Porsche: Am 20. und 21. Juli 2019 erwacht die „Solitude“, eine ehemalige Rennstrecke vor den Toren Stuttgarts, für ein Wochenende wieder zum Leben. Beim „Solitude Revival“ schickt das Porsche Museum für einige Demonstrationsrunden legendäre Rennwagen auf den abgesperrten Kurs, der nur 15 Kilometer südwestlich vom Stammwerk in Zuffenhausen entfernt liegt.

An den Start gehen unter anderem ein 550 A Spyder aus dem Jahr 1956, mit dem Hans Herrmann im gleichen Jahr die „Solitude“ bestritt, sowie der 356 B Carrera GTL Abarth (1961), den Rallyelegende Walter Röhrl pilotieren wird. Der 718 Formel 2 von 1960, der an das erste Formel-Rennen auf der „Solitude“ erinnert, wird ebenfalls auf dem Ring fahren. Mit diesem Rennwagen belegte John Surtees beim „Großen Preis der Solitude“ 1960 den zweiten Platz. Zwei Jahre später hat hier Dan Gurney das Formel 1 Rennen im Porsche 804 (1962) gewonnen. Beim „Solitude Revival“ präsentiert ihn Neel Jani, Le-Mans-Sieger von 2016. Janis früherer Teamkollege Marc Lieb steuert ebenso wie Motorsportikone Hans-Joachim Stuck den 917 KH in Gulf-Farben von 1970.

Ein Besuch im Fahrerlager lohnt ebenso: Wer die früheren und heutigen Porsche-Rennfahrer einmal hautnah erleben will, hat im Zelt des Porsche Museums die größten Chancen. Neben dem ehemaligen Porsche-Werksfahrer Herbert Linge, dem zu Ehren ein Sonderlauf der „Solitude Revival” seinen Namen trägt, wird auch Rennlegende Hans Herrmann erwartet. Ein Jubiläum feiert bei dieser Gelegenheit Eberhard Mahle: Vor 60 Jahren startete der Rennfahrer hier mit drei verschiedenen Autos. Von den drei Rennen hat er zwei gewonnen. Mit den beiden ehemaligen Porsche-Ingenieuren Günter Steckkönig und Hans Clausecker können die Besucherinnen und Besucher ebenfalls ins Gespräch kommen.

Darüber hinaus präsentiert sich der Sportwagenhersteller mit weiteren Exponaten und Angeboten aus dem Museumsshop. Mit dem Ticket des „Solitude Revivals“ zahlen die Zuschauer zudem nur 4 anstelle 8 Euro Eintritt in das Porsche Museum. Dieses Angebot ist bis zum 31. Dezember 2019 gültig.

Das „Solitude Revival“ ist eine Veranstaltung zur Demonstration historischer Renn- und Straßenfahrzeuge auf dem ehemaligen Solitudering bei Stuttgart, der aus öffentlichen Verkehrsstraßen besteht und speziell zu diesem Anlass gesperrt wird. Mit dabei sein werden unter anderem Rennmotorräder und Rennmotorradgespanne bis 1979, Renn- und Sportwagen bis 1947, Rennsportwagen und Prototypen von 1948 bis 1979, GT- und Renntourenwagen von 1948 bis 1979 sowie Formel-Rennwagen von 1948 bis 1976.

Fotos: Porsche AG

09.07.2019 – Obwohl die Scuderia über 50 PS mehr zur Verfügung hatte als die Konkurrenz, erwies sich das Frontmotorkonzept in der Formel 1-Saison 1960 gegen die wendigen und leichteren Rennwagen aus England als nicht mehr konkurrenzfähig. Trotz der Bedenken von Enzo Ferrari (Zitat: „Die Pferde ziehen den Wagen, sie schieben ihn nicht!“) setzte sich sein Chefingenieur Carlo Chiti durch und brachte zum Solitude Rennen 1960 den Typ 156 mit Heckmotor an den Start. Graf Berghe von Trips fuhr den neu konzipierten Typ 156, Phil Hill den konventionellen Typ 156 mit Frontmotor!

Die Porsche 718 von Hans Herrmann, Dan Gurney und Joachim Bonnier sowie die Lotus und Cooper Rennwagen lieferten sich ein hartes Rennen. Im Showdown konnte Graf Berghe von Trips mit der Startnummer 7 im neuen Typ 156 knapp vor Hans Herrmann siegen. Chitis Konzept hatte im ersten Rennen gesiegt und Enzo Ferrari ließ sich zum Heckmotor bekehren. Nur vier Wochen später traten beim Flugplatz Rennen in Modena bereits zwei Typ 156 mit Heckmotor an. Aber zur Enttäuschung der Italiener siegte Porsche mit dem 718! Erst ab 1961 fuhren die Ferrari Typ 156 mit der berühmten Haifischnase (Sharknose) um die Formel 1 Weltmeisterschaft.

59 Jahre später dürfen wir uns auf ein Zusammentreffen der Rivalen freuen. Zwei der Typ 156 Rennsport-Ikonen gehen beim Solitude Revial an den Start und treffen auf die damaligen Hauptkonkurrenten Porsche 718 und den späteren 804. Wenn dieses Feld an der Tribüne vorbei zieht, wird Jung und Alt der Atem stocken…

Text: Jürgen Preuß, WAC Sportreferent