Wenn der Vater mit dem Sohne

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19.04.2017 – Sein erstes Rennen auf der Solitude fuhr Kurt Ahrens im Jahr 1958. Mit einer Giulietta. Und im Alter von nur 18 Jahren. Knapp zwei Monate, nachdem er den Führerschein hatte.

Auch sein Vater hieß Kurt. Und auch er fuhr Rennen. Teilweise fuhren sie sogar gegeneinander. Und starteten deshalb als Kurt Ahrens senior und Kurt Ahrens junior. So zum Beispiel auch 1960: Bei der Formel Junior auf der Solitude. Der Vater mit einem Cooper, der Sohn damals noch mit einem Stanguellini.

Ein Jahr später waren sie wieder auf der Solitude. Nun beide mit einem Cooper T56. Der Vater schied nach fünf Runden aus, sein Sohn wurde Siebter. Von immerhin 32 Teilnehmern. Im selben Jahr, also 1961, wurde der junge Kurt Ahrens in der Formel Junior sogar Deutscher Meister. Mit gerade einmal 21 Jahren.

Im Jahr 1963 beendete der Senior seine Karriere im Rennsport. Sein Sohn hatte weiterhin die Hände am Steuer. Und wiederum auch auf der Solitude. Mit einem Cooper T67. Nach 15 Runden, also etwas mehr als 170 km, kam Kurt Ahrens als Sechster ins Ziel. Als bester Deutscher unter 34 Teilnehmern. Und auch in diesem Jahr gewann er die Deutsche Meisterschaft.

Beim letzten Rennwochenende auf der Solitude war Kurt Ahrens wieder mit dabei: Beim Großen Preis am 18. Juli 1965 fuhr er einen Brabham BT16. Dieses Mal 18 Runden und mehr als 205 km. Kurt Ahrens wurde Fünfter. War damit der beste Privatfahrer im Feld. Und wurde in diesem Jahr zum mittlerweile dritten Mal Deutscher Meister.

Fünf Jahre später beendete Kurt Ahrens seine aktive Rennsportkarriere. Der Solitude blieb und ist er weiterhin verbunden. Heute wird er 77 Jahre alt. Wir wünschen von Herzen alles Gute. Wir vom Vorstand. Wir vom Verein. Und wir freuen uns auf ein Wiedersehen. Spätestens beim Solitude Revival im Juli.

Bild oben: Start Formel Junior beim Großen Preis von Stuttgart 1960.
Bild unten: Kurt Ahrens beim Solitude Revival 2015 (Foto: Dietmar Gaigl).

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